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Sind schon mal hier ins Internet gestellt. Bericht braucht noch ein paar Tage. ;)

Ein Satz: Lecker!

Marmorkuchen - 2

Marmorkuchen - 1

Schmauserei

Vom vorletzten Wochenende habt ihr bisher leider ja noch nichts gehört. Jetzt musste ich gerade mal in den Kalender schauen, was wir am Samstag überhaupt gemacht hatten. Werde anscheinend auch alt. Na was soll’s. Laut Kalender sind Himgan und ich richtig lecker Essen gegangen. Meine Laborkollegen hatten mächtig zusammengelegt und uns einen Gutschein für dieses, mmhhh, „mir-fehlen-die-Worte“ Restaurant zu unserer Hochzeit geschenkt. Unsere Reservierung war für viertel sieben. Haben uns beide flott gemacht und sind nach San Francisco gefahren. Man konnte zwischen drei, vier, oder fünf Gängen wählen. Wir haben natürlich fünf genommen. Ich sogar mit Weinpaarung. Vom Sommelier/Weinkellner empfohlene Weine für jeden Gang. Dekadent, aber lecker. Ich sollte jetzt eigentlich jeden Gang einzeln aufzählen, aber da ich mich leider nicht mehr genau an alles erinnern kann, und das Restaurant seit letzter Woche die Karte geändert hat, wird daraus also nichts. Wer dran interessiert ist, kann sich das Menü gerne hier ansehen - Fleur de Lys oder Lilienblüte. Die ganze Schmauserei hat sich 4 Stunden lang hingezogen, und wir sind beide dick und rund den Berg zum Bahnhof runtergekullert, in den Zug rein, nach Hause gefahren, und ins Bett gefallen.

Vom Sonntag gibt’s nicht so viel interessantes zu berichten. Liegt daran, dass wir „nur“ Fahrrad fahren waren. Muss trainieren, Berge mit dem Fahrrad zu erklimmen. Für die Tour der kalifornischen Alpen. Einmal Mount Diablo hoch (der höchste Berg, den wir bei uns in der Nähe haben) dauert ungefähr anderthalb Stunden. 16 km und 1100 Höhenmeter. Schon schön Arbeit. Aber wie gesagt, viel zu erzählen gibt’s da nicht.

Ich hab aber noch gar nicht davon berichtet, dass ich im Sommer fast jeden Sonntag auch Softball (eine einfachere Baseballvariante) spiele. Das heb ich mir noch für ein bisschen später auf. Nur so viel gesagt, es macht viel Spass, vor allem dann wenn man den Ball auch mit dem Schläger trifft und zumindest einige Meter in’s Spielfeld befördern kann.

Versuchung ohne Apfel …

… aber dafür mit Kirschen. Mmmmhhh, lecker! Rücken mit jedem Tag der Herzattacke ein Stückchen näher, aber jetzt ist zum Glück nur noch ein Viertel des Kuchens übrig. Bald haben wir’s geschafft.

Donauwelle

Die Mühe lohnt sich wirklich. Und „Mühe“ ist hier nicht so wirklich passend. Es braucht halt einfach nur ein bisschen Zeit, weil man warten muss bis der Kuchen ausgekühlt ist bevor man die Buttercreme drauf streicht, und dann sollte der Kuchen noch ein paar Stunden im Kühlschrank sitzen, bevor er mit Schokolade überzogen wird. Mühe also nur im Sinne von zeitaufwendig, aber nicht schwer. Ausserdem schmeckt er viel besser wenn er ein paar Tage „gestanden“ hat. Dann wird er schön saftig.

Die Kehrseite, wenn man denn davon sprechen will, ist definitiv die reichhaltige Buttercreme. Ich glaube beim nächsten Mal mach ich die Schicht ein bisschen dünner. Wir haben Dienstag Abend zur Feier des Tages (Himgans Geburtstag) jeder gleich zwei Stücke verputzt. War definitiv zu viel. Der Magen mag nicht mehr so viel Fett. Schade eigentlich, wo es doch so lecker ist. Aber die Versuchung war einfach zu groß.

Kochen, Backen, und Fahrrad fahren waren meine Freizeitaktivitäten in den letzten Wochen.

Fahrrad muss ich aus zweierlei Gründen fahren: Im Juli fahren Himgan und ich wieder in die Berge, um diese wahnsinnige Tour von 200 km und 4600 Höhenmetern mitzumachen. Und Ende August/Anfang September fahren wir in Deutschland, Tschechien und Österreich Fahrrad – von Wittenberg über Dresden und Prag nach Wien.

Kochen, weil wir müssen ja schließlich was essen.

Und Backen weil ich in letzter Zeit so einen Backfimmel habe. Nach meinem letzten Eintrag waren wir ja zu Freunden zum Essen eingeladen, und dafür habe ich einen herzhaften Kuchen mit Pilzen und Ziegenkäse gebacken. Der war richtig lecker. Muss ich bei Gelegenheit hier mal ausführlich beschreiben. Dann gab’s vor ein paar Wochen auch einen Pfirsichkuchen. Den hab ich allerdings fast ganz alleine aufgegessen. War nämlich nicht genug Zucker dran, und da war Himgan die Pfirsichfüllung zu säuerlich. Hab ich über ‘ne Woche lang dran zu tun gehabt. Und weil ja heute Himgan’s Geburtstag ist, musste noch wieder ein Kuchen her. Dieses Mal ging’s an die Donauwelle. Hab ich noch nie vorher gemacht, und mich an diesem Rezept aus dem Internet orientiert. Wollte allerdings kein ganzes Blech machen, und hab daher nur ein Drittel der Zutaten benutzt und alles in einer 24 cm Springform gebacken. Ging problemlos. War ganz Stolz und hab mich schon ganz doll gefreut auch mal zu probieren, aber Himgan will bis zum Abendessen warten. Dabei ist Kuchen zum Frühstück doch soooo lecker. Na gut, dann eben noch zwei Stunden.  Das heisst allerdings, dass Bild und endgültiges Urteil über dieses Rezept erst morgen erscheinen. Bis dahin, hoffe ich, läuft euch wie mir das Wasser im Mund zusammen.

Organisationstalent?

Diese Woche geht’s mal wieder drunter und drüber. Beschweren hilft leider nicht. Die Arbeit wird trotzdem nicht weniger. Obwohl es ja eigentlich ziemlich klasse wäre, wenn, oder? Na gut, wir wollen bei diesem Gedanken nicht zu lange verweilen, sonst werden wir noch depressiv.

Wenn Beschweren nicht hilft, dann bleibt nur Tun übrig. Also, schauen wir mal wie wir das alles unter einen Hut kriegen. Und was muss überhaupt unter einen Hut gebracht werden? Wer weiß, vielleicht muss ich ja bloß Geschirr spülen und Wäsche waschen. Ha ha! Da fällt mir ein, ich muss wirklich noch Wäsche waschen. Na gut, das bleibt auf jeden Fall schon mal bis nächste Woche liegen. Na geht doch. Organisieren ist doch gar nicht so schwer.

Was sich allerdings nicht länger aufschieben läßt: meine Präsentation am Montag, jeden Tag den neuen Studenten beschäftigen, am Samstag 100 km mit dem Fahrrad fahren, am Sonntag Abend bei Freunden feiern und vorher noch was zum Mitbringen kochen/backen. Ist doch kinderleicht.

Übrigens, JETZT wäre ein guter Zeitpunkt für den, mmmhhhh, sagen wir 36 Stunden Tag? Ein Drittel mehr Zeit sollte für den Anfang genügen.

Die Tapfere

Dieses Wochenende lässt sich in 5 Worten beschreiben – Schlafen, Essen, Backen, Fahrrad fahren, und, ja, leider auch Arbeiten. (Wobei, so schlimm war es gar nicht. Nicht mehr als eine Stunde zusammengenommen.) Schlafen und Essen ist notwendig, erklärt sich also von ganz allein. Fahrrad fahren ist auch schon fast unumgänglich. Nächstes Wochenende haben Himgan und ich uns für eine längere Fahrradfahrt angemeldet. Da muss ich halt für „trainieren“. Im Juli kommt dann wieder die ultimative Fahrradtour – der sogenannte Death Ride (auch Tour der kalifornischen Alpen). Ist in der Sierra Nevada, südlich von Lake Tahoe, ca. 200 km und knapp 4600 Höhenmeter. Schon ordentlich. Wie gesagt, das schüttelt man nicht so aus dem Ärmel, da muss man schon regelmäßig auf dem Drahtesel durch die Gegend kurven. Und dann ist da ja noch der Urlaub … . Aber davon wollte ich heute gar nicht erzählen.

Und dann war da noch die Epiphanie, oder Offenbarung. Nein, ich bin nicht unter die Gläubigen gegangen. Und mein Mann ist auch nur auf Papier katholisch. Keine Sorgen in dieser Hinsicht. Habe Schlafen, Essen, Arbeiten und Fahrrad fahren abgehakt. Bleibt also nur noch Backen. Was hat das mit Offenbarung zu tun? Ganz einfach. Himgan und ich waren gestern Abend zu einer Freundin von uns, Stacia, zum Potluck (jeder Gast bringt eine Speise mit) eingeladen. Stacia hat gerade ihren Doktor zu Ende gebracht, und da wurde gestern Abend halt gefeiert. Ich habe einen Apfelkuchen gebacken, Tarte Tatin. Ist gut angekommen. Der Mürbeteig, den ich für den Kuchen zubereitet habe, ist mehr oder weniger der typisch amerikanische Pie-Teig. Hab ich hier und hier schon von geschrieben. Viele Leute (Frauen?) sind von der Zubereitung dieses Teiges ziemlich eingeschüchtert. So schwer ist der gar nicht, aber er verlangt, dass man der Rezeptanleitung folgt. (Vielleicht ist das für Deutsche einfacher?! ;) ) Am Ende soll er schön knusprig und vor allem schuppig oder plättchenförmig sein. (Dem Blätterteig ähnlich.) Jedenfalls habe ich gestern Abend schon wieder gehört, dass einigen einfach der Mut fehlt, sich an diesen Teig zu wahren. Hab dann zwar kurzerhand im Schnelldurchgang die „geheimen“ Tipps runter gerattert. Glaube aber bald, dass das recht nutzlos war. Heute, beim Fahrrad fahren (weil man hat dabei ja soviel Zeit zum Nachdenken) ist mir dann die Offenbarung gekommen. „Bescheidenheit ist eine Zier, doch … .“ Ich bin ja schön blöd, jedem zu erzählen, wie dieser Pie-Teig SOOOO EINFACH ist. Ich kann doch einfach alle schön in dem Glauben lassen, dass ich einfach großes Talent zum Backen habe, wenn mich in Wirklichkeit nur diese Rezepte nicht einschüchtern. ;) „Andrea“ kommt ja nicht umsonst aus dem Griechischen für „die Tapfere“. :)

Ein Tag in Redensarten

To be blissfully ignorant – selig sein in seiner Unwissenheit. Unwissenheit ist mal gut oder schlecht. Schlecht, weil Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Gut, weil was einer nicht weiss, das macht ihn nicht heiss.

„To be blissfully ignorant“ ist einer meine Lieblingsredewendungen im Englischen. Wurde heute auf dem Weg zur und von der Arbeit daran erinnert. Auch wenn das hier in Amerika nicht so üblich ist, heb ich fleissig alle Münzen auf, die meinen Weg kreuzen. Wer den Pfennig nicht ehrt,  ist ja bekanntlich den Taler/des Talers nicht wert. Beim Fahrrad fahren ist das aber nicht so wirklich möglich. Bin ja leider nicht alleine auf der Straße und möchte nicht unbedingt von den Autos hinter mir an- oder schlimmer noch umgefahren werden. Am frustrierensten ist allerdings, dass die Pfennige und Groschen auf der Straße liegen bleiben, Tag für Tag, Woche für Woche, und sie keiner aufhebt. :( Da wäre ich halt einfach gerne „blissfully ignorant“ was die Münzen auf der Straße angeht.

3-Tage-Wochenende

3-Tage-Wochenenden sind was schönes. Wer ist nach einem schönen, langen Wochenende kein Befürworter der 4-Tage-Woche? Die besten langen Wochenenden sind die, an denen der Feiertag auf einen Montag fällt. Warum? Die Woche vor’m Feiertag freut man sich auf das lange Wochenende und plant fleissig wie man denn Zeit am besten nutzen könnte. Die Woche des Feiertages ist nur 4 Tage lang. Ist da noch mehr Erklärungsbedarf? Ich glaube nicht.

Jetzt aber nicht falsch annehmen, dass ich mich auf Pfingsten freue. Bei uns ist Pfingsten kein offizieller Feiertag. Wir haben unseren Feiertag eine Woche früher, nämlich gestern, sogenannter Memorial Day oder Gedenktag. Immer am letzten Montag im Mai. Für die Amerikaner ist dieser Feiertag dem Andenken derjenigen gewidmet, die ihr Leben im Dienst für die Freiheit ihres Landes gelassen haben. Als Pazifist und Nicht-Amerikaner kann ich das respektieren, aber „feiern“ oder „andenken“ steht bei uns in der Regel nicht auf dem Plan.

Während ihr euch alle schön ausmalen könnt, wie ihr denn das lange Wochenende verbringt, ist unseres leider schon vorbei. Aber wie gesagt, die Woche ist recht kurz, also trotzdem Grund zum Freuen. :) Freitag Abend waren wir im Kino – Rudo y Cursi. Am Samstag haben Himgan und ich fleissig Urlaub geplant. Davon ein andermal mehr. Und sind auch am Samstag Abend wieder ins Kino – Adoration. Manchmal haben wir so Kinowochenenden. Das ergibt sich einfach spontan. Wie dem auch sei, beide Filme sind empfehlenswert. Nicht so die typischen Kassenschlager, aber dafür entweder komisch oder zum Nachdenken anregend. Am Sonntag waren wir beide sportlich. Himgan hatte sein Radrennen, und ich bin „gemütlich“ Fahrrad gefahren. Ob man knapp 80 km als „gemütlich“ empfindet sei euch überlassen. ;) Und zum Feiertag sind wir schön zum Frühstück ausgegangen. Ich hab ein paar Stunden gearbeitet. Dann waren wir noch kurz wandern/spazieren, und haben das lange Wochenende beim Grillen mit Freunden ausklingen lassen. Da könnte man sich dran gewöhnen.

Ausgeredet

Die Hochzeit ist jetzt fast 11 Wochen her. Das Semester ist zu Ende, meine Studenten haben fast alle bestanden und Seminare sind auch vorbei. Was bleibt? Viel Zeit für Experimente. Und bloggen natürlich. Jetzt, wo mir die Ausreden ausgegangen sind … ;)

Himgandrea

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